Schon für Erwachsene ist es ein tiefer Einschnitt ins Leben und in die weitere Lebensplanung, wenn sie erfahren, endgültig (terminal) nierenkrank zu sein. Daß eine Dialysebehandlung erforderlich ist.
Für Kinder und Jugendliche ist es noch viel schwerer, dieses Schicksal zu erleiden.
Und wenn dann sogar Neugeborene oder Kleinkinder terminal nierenkrank sind, erscheinen die Probleme unüberwindbar.
Es betrifft eine ganze Familie, wenn Eltern erfahren müssen, daß ihr Kind lebenslang nierenkrank sein wird; daß die Dialysebehandlung erforderlich ist und, wenn alles gut geht, die Nierentransplantation das Ziel sein wird.
In dieser Krise lernen die Eltern bald eine psychosoziale Mitarbeiterin kennen. Sie wird sich von nun an um »alles was nicht direkt mit der Medizin zu tun hat« kümmern. Sie begleitet von nun an die ganze Familie durch gute und schlechte Zeiten bis das kranke Kind erwachsen geworden ist.
Aus kurzsichtigen Überlegungen werden überall Stellen dieser Mitarbeiterinnen gestrichen. Das gefährdet auch den medizinischen Erfolg. Aus langjähriger beruflicher Erfahrung wissen wir, wie wichtig die ganzheitliche Betreuung nierenkranker Kinder und Jugendlicher ist.
Mit Ihrer Spende sichern wir langfristig, die psychosoziale Begleitung und Unterstützung der Kinder und Familien.
Für unser Vorzeigeprojekt, die Familienfreizeit an der Nordsee, steht der Leuchtturm. Sechs oder sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Berufsgruppen fahren mit zehn Familien für zehn Tage ans Meer.
Die jede Familie gibt es ein Ferienapartment. Auch die anderen Mitreisenden wohnen im selben großen Haus. Gemeinsame Unternehmungen, Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und nicht zuletzt der Austausch mit den anderen Eltern laden die Akkus für die kommenden Jahre.
Die Dialysen finden im Dialysezentrum vor Ort statt. Es sind einfach einige Tage in kinderärztlicher Begleitung ohne den ganzen Alltagsstreß.